Für pädagogisches Personal– Pädagogisches Handeln stärken

Wer ist gemeint?
Pädagogische Fach- und Ergänzungskräfte sowie Leitungen aus Kita, Offener Arbeit, Schule, Hilfen zur Erziehung und anderen pädagogischen Kontexten.

Pädagogisches Handeln lebt von Klarheit, Haltung und der Fähigkeit, Situationen flexibel einzuschätzen. weiter³ richtet sich an Menschen, die in pädagogischen Arbeitsfeldern Verantwortung tragen und ihre Praxis reflektieren, erweitern oder weiterentwickeln möchten. Dazu gehören Fachkräfte, Ergänzungskräfte und Leitungen, die im Alltag mit vielfältigen Anforderungen, Fragen und Entwicklungsaufgaben konfrontiert sind.

Unsere Weiterbildungen greifen typische Themen aus der pädagogischen Praxis auf – von Beziehungsgestaltung über Team- und Kommunikationsprozesse bis hin zu konkreten Methoden, die im Arbeitsalltag Orientierung geben können. Die Angebote sind dialogisch, praxisnah und immer darauf ausgerichtet, Handlungssicherheit und professionelle Präsenz zu stärken.

Kurse

Die Bildungsgrundsätze NRW bilden das Fundament für eine qualitativ hochwertige Arbeit im Ganztag – doch wie lassen sie sich lebendig und praxisnah umsetzen? In diesem Workshop erhalten Sie einen verständlichen Einstieg in die Bildungsgrundsätze sowie einen strukturierten Überblick über die Bildungsbereiche der Bildungsblume.

Im Anschluss wird es konkret: In Kleingruppen entwickeln Sie eigene Angebotsideen, ordnen diese passgenau den Bildungsbereichen zu und formulieren pädagogische Ziele, die wirklich tragen. So wird die Bildungsblume zu einem praktischen Werkzeug für Ihren Alltag im Primarbereich.

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Der Vagusnerv ist in aller Munde. Die Polyvagaltheorie ist jedoch viel umfassender und vermittelt ein fundiertes Verständnis für unser menschliches Fühlen, Handeln und Wirken. Die polyvagale Leiter hilft uns zu verstehen, was mit unserem eigenen Nervensystem und dem unseres Gegenübers los ist, und lädt uns ein, auf der Leiter „klettern“ zu lernen. 

Wir kennen alle die Zustände der Entspannung, Anspannung und Erstarrung. Im Idealfall ist unser Nervensystem gut reguliert, so dass wir aus den Zuständen der Anspannung und Erstarrung leicht und flexibel wieder herausfinden. Doch manchmal hängen wir auch in einem dieser beiden Zustände (länger) fest.

Die Fortbildung vermittelt neben theoretischen Grundlagen einen ganzen Strauß an Techniken und Methoden zur eigenen Regulierung. Darüber hinaus bietet sie Raum, das eigene Wirken in der beruflichen Praxis mit Klient:innen und Kolleg:innen, aber auch im privaten Umfeld mit Partner:in, Familie und Freund:innen zu reflektieren.

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Intersektionale Diskriminierung beschreibt das Überlappen und gegenseitige Verstärken verschiedener Diskriminierungsformen, die sich nicht mehr voneinander trennen lassen. Sie entsteht durch das Zusammenspiel von Merkmalen wie Geschlecht, Hautfarbe, sozialer Herkunft oder sexueller Orientierung. Dieses Konzept kritisiert, dass Ungleichheiten oft nur eindimensional betrachtet werden, während sie sich in der Realität gegenseitig bedingen und verstärken können.
In der pädagogischen Praxis arbeiten wir mit unserer persönlichen Haltung in Konflikten, die aufgrund von Diskriminierung geschehen oder damit zu tun haben. Wir können diese gemeinsam erkennen und reflektieren sowie miteinander Handlungsoptionen erweitern.

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Geschichten begeistern! Besonders, wenn sie frei erzählt werden.

Ohne Buch, ohne Requisiten richten sich die frei gewählten Worte der erzählenden Person direkt an die Zuhörerschaft. Das freie Erzählen nimmt die Kinder mit auf eine Reise in die Welt der Wunder: Hier ist alles möglich! Kinder retten sich aus den Fängen böser Mächte, Drachen werden besiegt, es wachsen Haare so lang wie Seile und aus Fröschen werden Prinzen. Und das Wichtigste: am Ende wird alles gut! Märchen stellen Fragen nach Gut und Böse, nach Gerechtigkeit, wecken Gefühle wie Angst und Freude und das sichere Gefühl, dass jede/r die Krone bekommen kann. Das freie Erzählen unterstützt die sprachliche Entwicklung der Kinder, schult Kompetenzen wie Aufmerksamkeit, aktives Zuhören, Empathie und Kreativität. Und es macht Lust aufs Weitererzählen. Doch wie kann ich eine Geschichte spannend und interaktiv erzählen? Welche Themen stecken in Dornröschen und Co? Und wie merke ich mir eine längere Geschichte? Frei vom Text werden mit verschiedenen Methoden der Erzählpädagogik Geschichten mit ihren inneren Bildern, dramatischen Höhepunkten und Wendungen erarbeitet. Durch theaterpädagogische Übungen, Bewegungs- und Stimmtraining können die Teilnehmer*innen ihre individuellen Ausdrucksmöglichkeiten erweitern und sie im geschützten Rahmen der Gruppe ausprobieren.

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Im pädagogischen Alltag entstehen immer wieder Spannungen, Missverständnisse und ungelöste Konflikte innerhalb von Gruppen. Oft fehlen Zeit, Struktur oder geeignete Formate, um diese Themen gemeinsam mit Kindern ruhig, fair und lösungsorientiert zu besprechen.

Diese Fortbildung stellt ein klar strukturiertes Gesprächs- und Dialogformat vor, mit dem pädagogische Fachkräfte schwierige Themen innerhalb ihrer OGS-Gruppe sichtbar machen und bearbeiten können. Die Methode unterstützt Kinder dabei, ihre Wahrnehmungen, Gefühle und Sichtweisen auszudrücken, einander zuzuhören und gemeinsam Ideen für ein besseres Miteinander zu entwickeln.

Die Teilnehmenden lernen das Format kennen, erleben zentrale Elemente selbst und erhalten konkrete Anregungen, wie sie es altersgerecht, alltagstauglich und flexibel in ihren Gruppen einsetzen können. Ziel ist es, Gruppenprozesse bewusst zu gestalten und langfristig zu einer konstruktiven Gesprächs- und Konfliktkultur beizutragen. Der Fokus liegt auf Praxisnähe, Haltung und direkter Umsetzbarkeit im OGS-Alltag.

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In diesem Kurs üben wir die Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg als praktisches Handwerkszeug für die Konfliktbearbeitung im pädagogischen Alltag.
Pädagogische Fach- und Ergänzungskräfte lernen, Konflikte professionell, empathisch und zeitschonend zu klären – auch bei zeitweiligen knappen Ressourcen.

Durch gemeinsame Reflexion eigener Praxissituationen und gezielte Übungen entwickeln die Teilnehmenden hilfreiche Konfliktlösungswege, die im Alltag auch für Kolleg*innen, Kinder und Eltern nachvollziehbar sind und als positives Beispiel dienen können.

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Vielfalt ist ein selbstverständlicher Teil kindlicher Entwicklung. Kinder erleben sich unterschiedlich, stellen Fragen zu Identität, Geschlechterrollen, Familienformen und Zugehörigkeit und bringen diese Themen offen in den pädagogischen Alltag ein. Diese Fragen entstehen unabhängig davon, wie viele Berührungspunkte Fachkräfte selbst mit dem Thema haben.

Diese Weiterbildung stärkt die Haltung und Handlungssicherheit im Umgang mit geschlechtlicher und sexueller Vielfalt im Kindesalter. Sie unterstützt pädagogische Fachkräfte dabei, Unsicherheiten abzubauen und Sicherheit im sprachlichen und pädagogischen Handeln zu gewinnen, um Kinder wertschätzend, offen und stärkend zu begleiten.

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Wie können Kinderrechte verständlich, greifbar und unmittelbar nutzbar für den Alltag gemacht werden? In dieser Fortbildung erhaltet ihr einen kompakten Einblick in die Bedeutung der UN-Kinderrechtskonvention und erfahrt, warum Kinderrechte mehr sind als juristische Vorgaben – nämlich zentrale Grundlagen für Teilhabe, Selbstbestimmung, Schutz und Bildungschancen.

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Mobbing ist ein Thema, mit dem pädagogische Fachkräfte in OGS und Grundschule immer wieder konfrontiert sind: sei es durch eigene Beobachtungen, durch Berichte von Kindern oder Eltern oder durch eine spürbare Veränderung der Stimmung innerhalb einer Gruppe. Oft zeigen sich erste Anzeichen schleichend – und bleiben lange unklar oder schwer einzuordnen. Diese Fortbildung schärft das Bewusstsein für Mobbingprozesse und unterstützt die Teilnehmenden dabei, Mobbing frühzeitig zu erkennen, angemessen einzuordnen und handlungsfähig zu bleiben. Sie erhalten Orientierung, Hintergrundwissen und praxisnahe Methoden, um das Gruppenklima aktiv positiv zu gestalten und in schwierigen Situationen souverän, klar und zugewandt zu reagieren. Der Schwerpunkt liegt auf präventivem Handeln, ergänzt durch erste Ansätze zur Intervention.

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Wie können Kinder im Ganztag wirklich mitgestalten – und was brauchen sie, um ihre eigenen Stärken zu entdecken? In diesem lebendigen Praxisimpuls tauchen wir ein in die Grundideen von Partizipation und Ressourcenorientierung. Wir schauen gemeinsam darauf, wie ein beteiligungsfreundlicher Alltag aussehen kann, wie Stärken sichtbar werden und warum beides zusammen eine starke Basis für gelingende pädagogische Arbeit bietet.

Mit aktiven Übungen, Reflexionen sowie Methoden für Einzel- und Gruppenarbeit knüpfen wir eng an Ihre Praxis in der OGS an. Der Workshop macht Mut, neue Perspektiven einzunehmen, und liefert konkrete Ideen für den Alltag.

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Selbst erfahrene Pädagog: innen fühlen sich oft unsicher oder unwohl, wenn sie in der Arbeit mit Eltern Themen ansprechen müssen, die zum Beispiel auf eine Kindeswohlgefährdung hindeuten können. Klarheit in der eigenen Rolle sowie Wissen über Gesprächsführung erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Prozesse gelingen und das Stresslevel auf möglichst niedrigem Niveau bleiben kann.

Geplante Themenschwerpunkte sind:

  • die Bedeutsamkeit von Empathie
  • Grundlagen zu Gesprächsführung inklusive der Bedeutsamkeit von biographischen Faktoren oder Rahmenbedingungen
  • das Erarbeiten individueller Ressourcenkarten

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Die sexuelle Entwicklung des Menschen ist ein lebenslanger Prozess, und dass wir als sexuelle Wesen zur Welt kommen, ist allgemein bekannt. Sexualpädagogik und sexuelle Bildung sind dabei wichtige Bausteine – sowohl für die eigene professionelle Haltung als auch für die Begleitung unserer Klient:innen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Diese dreiteilige Fortbildung vermittelt Grundlagenwissen, pädagogische Ansätze und Methoden rund um das Thema Sexualität:

Teil 1: Grundlagen der Sexualität
Welche Facetten hat Sexualität? Wie verändert sie sich im Laufe des Lebens? Worin unterscheiden sich kindliche und erwachsene Sexualität? Warum ist Sexualität ein Thema in der Kinder- und Jugendhilfe? Und welchen Beitrag leistet sexuelle Bildung zur Prävention sexualisierter Gewalt?

Teil 2: Körperwissen und Sexualaufklärung
Wie sind die Geschlechtsorgane aufgebaut und welche Funktionen erfüllen sie? Was bedeutet Sexualaufklärung im pädagogischen Kontext? Wie funktionieren Verhütung und Safer-Sex-Konzepte? Was sind STIs und wie sprechen wir professionell darüber?

Teil 3: Haltung, Werte und Moral
Welche Moralvorstellungen und persönlichen Haltungen beeinflussen unseren Blick auf Sexualität? Wie sind diese entstanden und wie wirken sie sich in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen aus? Dieser Teil bietet Raum zur Reflexion und zur Entwicklung einer professionellen, wertschätzenden Haltung.

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„Systemisches Fragen“ ist eine wichtige Grundlage für viele systemische Interventionen. Auch für sich genommen können systemische Fragen im pädagogischen Alltag bewusst konstruktiv eingesetzt werden. Die Fragen sind eine Einladung zur Imagination und sollen den Handlungsspielraum erweitern, sowie unterstützen, passende Lösungswege zu initiieren. Damit die „Fragen“ im systemischen Sinne möglichst wirksam eingesetzt werden, ist zunächst eine Beschäftigung mit einigen Basics der systemischer Beratung geplant. Danach experimentieren wir mit verschiedenen Fragetechniken und erleben selbst, was deren Anwendung bewirken kann.

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Wie gelingt es im pädagogischen Alltag, Kinder wirklich wahrzunehmen – und Beobachtungen klar von Bewertungen zu trennen? In diesem Workshop setzen wir genau dort an: Wir klären, warum Beobachtung so bedeutsam ist, wie sich Wahrnehmung, Beobachtung und Bewertung unterscheiden und wie man Situationen wertfrei beschreibt. Schritt für Schritt lernen Sie unterschiedliche Beobachtungsformen kennen und erproben diese in praktischen Übungen in Kleingruppen.

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Wut und Aggression gehören zum pädagogischen Alltag – insbesondere in der Arbeit mit Kindern. Doch woher kommen diese starken Gefühle? Wie lassen sich aggressive Verhaltensweisen verstehen, einordnen und sicher begleiten?

Und wie können pädagogische Fachkräfte auch in herausfordernden Situationen handlungsfähig, ruhig und professionell bleiben? In diesem 3-stündigen Praxis-Impuls setzen sich die Teilnehmenden mit den psychologischen Grundlagen von Wut und Aggression auseinander. Gemeinsam werden eskalierende Situationen im pädagogischen Alltag analysiert und konkrete deeskalierende Handlungsstrategien kennengelernt und eingeübt. Ziel ist es, Aggression nicht vorschnell zu bewerten, sondern als Signal zu verstehen und angemessen darauf zu reagieren.

Der Fokus liegt auf Praxisnähe, Selbstreflexion und direkter Anwendbarkeit im pädagogischen Alltag.

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